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Solartechnik allgemein
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SOLARKOLLEKTORENSolaranlagen zur reinen Brauchwassererwärmung können heute kostengünstig und mit wenig Planungsrisiko gebaut werden. Mit einer (optimal ausgelegten) Solaranlage kann der Warmwasserbedarf von Mai bis September in der Regel zu 100 % gedeckt werden. Über das ganze Jahr hinweg liefert die Anlage 50 % bis 70 % der Energie für die Warmwasserbereitung. Schema einer Solaranlage zur Brauchwassererwärmung
Technische HinweiseSonnenkollektoren
Vakuum-Röhrenkollektor oder Flachkollektor? Der Wirkungsgrad von Vakuum-Röhrenkollektoren ist
in der Regel höher als der von Flachkollektoren, weshalb für
die gleiche Menge erzeugter Wärmeenergie weniger Fläche benötigt
wird. Brauchwasserspeicher Der Brauchwasserspeicher der Heizungsanlage kann auch für die Solaranlage verwendet werden, wenn dieser hoch und schmal ist und eine Einbaumöglichkeit für einen zweiten Wärmetauscher vorgesehen ist. Die Mindestdämmstärke sollte 6 cm betragen. Der Speicher ist in der Regel aus Edelstahl, innen emailliert oder mit Teflon beschichtet. Rohrleitungen Der Einbau einer Solaranlage erfordert zwei Rohrleitungen (Durchmesser 18 bis 22 mm) und ein Elektroleerrohr vom Wärmespeicher zum Dach. Sind diese nicht vorhanden, können die Leitungen in einem zusätzlich angebrachten Regenfallrohr, verlegt werden. Wärmedämmung Auf bestmögliche Wärmedämmung beim Leitungssystem und Warmwasserspeicher ist zu achten. Voraussetzungen für das Anbringen einer Solaranlage zur Brauchwassererwärmung
Dimensionierung einer Solaranlage zur Brauchwassererwärmung
Kosten einer Solaranlage zur Brauchwassererwärmung Die Kosten für eine Brauchwassersolaranlage mit 6 m² Flachkollektorenfläche schwanken derzeit zwischen 5.000 und 7.000 €. Der Preis beinhaltet die Montage durch einen Installateur. Da für die üblichen Heizsysteme stets ein Warmwasserspeicher benötigt wird, wurden nur die Mehrkosten für den zweiten Wärmetauscher berechnet. Wer bei der Montage selbst Hand anlegen will, kann durch den Kauf eines Bausatzkollektors Geld sparen. Umweltentlastung durch eine Solaranlage Mit Solaranlagen kann abgasfrei und damit absolut umweltfreundlich Brauchwasser erwärmt werden. Solaranlagen haben eine positive Energiebilanz, d.h. sie "ernten" mehr Energie als zu ihrer Erstellung benötigt wird. Die energetische Amortisationszeit von Solaranlagen liegt bei zwei bis vier Jahren und ist somit sehr günstig. Zusatzheizung mit SonnenkollektorenSolaranlagen, die neben der Brauchwassererwärmung noch einen spürbaren Beitrag zur Gebäudeheizung leisten, müssen wesentlich großzügiger dimensioniert werden, was Kollektorfläche und Puffervolumen betrifft. Da die Investitionskosten entsprechend hoch liegen, ist es dringend nötig, alle Details im Vorfeld sorgfältig zu planen. Grundsätzlich gilt:
Technische HinweiseHeizungsanlagen Der Einsatz einer Zusatzheizung mit Sonnenkollektoren ist sinnvoll bei Niedertemperatur-Heizungsanlagen mit einer Vorlauftemperatur bis zu 55°C. Optimale Voraussetzung für solare Heizungsunterstützung bieten Flächenheizsysteme wie Fußbodenheizung oder Wandheizflächen. Pufferspeicher Bei einer Zusatzheizung mit Sonnenkollektoren werden in der Regel zusätzliche Pufferspeicher benötigt. Der Kollektor heizt normalerweise erst das Brauchwasser im Boiler auf. Die überschüssige Energie geht in den Puffer. Damit können in der Übergangszeit einige Räume, wie z.B. Bad und Kinderzimmer, temperiert werden. Speziell bei Holzheizungen werden heute häufig Pufferspeicher eingeplant. Sie sind deshalb für die Kombination mit einer Solaranlage in der Regel gut geeignet. Doch auch bei Gebäuden mit Öl und Gaszentralheizung ist eine solare Heizungseinbindung gut möglich. Voraussetzungen für die aktive Nutzung von Sonnenenergie zur Heizungsunterstützung
Dimensionierung einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung Meist werden Solaranlagen für die sommerliche Warmwasserbereitung dimensioniert und unterstützen die Raumheizung in den Übergangszeiten. Als Faustzahl werden je 5 m² beheizter Fläche 1 m² Kollektorfläche mit 70 bis 100 l Puffervolumen angesetzt. Die exakte Dimensionierung ist jedoch von vielen variablen Faktoren abhängig und sollte deshalb nur von erfahrenen Planern und Fachfirmen ausgeführt werden. Kosten einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung Die Kosten für eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung orientiert sich an der beheizten Fläche des Gebäudes, von der wiederum die benötigte Kollektorfläche abhängt. Pauschale Angaben können deshalb nicht getroffen werden. Informieren Sie sich bei Ihrem Heizungsfachbetrieb. Solare Deckungsrate einer Solaranlage
Eine Solaranlage zur Brauchwassererwärmung kann in den Monaten Mai bis August den Warmwasserbedarf in der Regel fast vollständig decken. Die Deckungsrate hängt von der Größe der Kollektorfläche und vom Typ des Kollektors ab. Weitere Einflußfaktoren sind die Dachausrichtung, die Dachneigung und die Größe des Brauchwasserspeichers. In den Übergangsmonaten im Frühjahr und Herbst ist die Deckungsrate eines Vakuum-Röhrenkollektors höher als beim Flachkollektor. Die jährliches Deckungsrate einer Solarkollektoranlage kann mittels eines Computerprogramms errechnet werden. Betreiber von Solaranlagen und sonstige Interessenten können sich beim Sachgebiet Umwelt und Agenda 21 der Stadt Neuburg an der Donau die Deckungsrate der Solarkollektoranlage kostenlos berechnen lassen. |
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